Grundschule Nordholz

Schüler gehen auf Tauchgang 2012

Die erste Tauch-AG, die im Rahmen der Ganztagsschule zustande kam, ging zum Abschluss des Schuljahres auf Tauchgang.

 

Am Montag, dem 9. Juli 2012, sollte es losgehen. Jedoch hatte das Wetter nicht mitgespielt. Morgens, 7:30 Uhr, wurde die Exkursion abgesagt. Nachdem jedoch um 10:00 Uhr die Sonne zum Vorschein kam, entschieden wir uns, doch zu fahren.

Um 13.30 Uhr ging es nun endlich los!

Nach Einnahme des Mittagessens packten die Kinder gemeinsam mit den Begleitern den Kleinbus und zwei PKW. Die Tauchergruppe fuhr  zusammen mit Frau Peter, Frau Kreft und Frau Schmidt-Carl Richtung Hemmoor zur Tauchbasis am Kreidesee.

Vor Ort angekommen, wollten die Kinder das große Gemeinschaftszelt aufbauen. Denn geplant waren die Übernachtungen im Zelt. Wir mussten allerdings auf dem Campingplatz feststellen, dass wir das Zelt zwar eingepackt, aber die Heringe vergessen hatten.

Zum Glück waren noch zwei Mietwohnwagen frei, die wir dann beziehen konnten.

Damit die Kinder die Gegend näher kennenlernten, bereiteten bereits Tage zuvor Frau Kreft und Frau Peter Geocaching vor. Die Kinder gingen in Zweier- oder Dreiergruppen los und suchten mit Hilfe von GPS-Geräten die Stationen.

 

Ein wenig später und nach kurzer Aufteilung, wer in welchem Wohnwagen wo schläft, zogen sich die Kinder die Neoprenanzüge an und standen schon ganz aufgeregt in den Startlöchern.

Die Taucherausbilderin Gisela Rothauscher des TSV Otterndorf und Frau Peter, die die AG leitete, gingen zusammen mit den Kindern zum Einstieg 1. Dort bekam jedes Kind einzeln am Ufer eine ausführliche Einweisung, wie man sich beim Schnorcheln im freien Gewässer zu verhalten hat. Zusammen mit einem Coach ging jedes einzelne Kind auf die erste Schnorchelreise entlang des Ufers am Kreidesee. Zu Beginn wurde ein kleiner Rundkurs „erschnorchelt“, damit sich jeder an die neue Situation gewöhnen konnte. Das war ein großes Abenteuer. Neben vielen kleinen Fischschwärmen wurden auch viele große Lachsforellen gesehen. Die Kinder waren begeistert. Die gesamte Unterwasserwelt des Sees erregte bei den Kindern große Aufmerksamkeit.

Kaum wieder am Ufer angekommen, konnten die Kinder den nächsten Schnorchelgang nicht erwarten. Trotz einer Wassertemperatur von nicht mehr als 20°C eiferten sie bereits der nächsten Tour entgegen. Abends wurde beim gemeinschaftlichen Grillen der Tag noch einmal besprochen und anschließend auch im Lerntagebuch festgehalten.

 

Am nächsten Tag standen drei Schnorcheltouren und auch die Theorie auf dem Plan. Nach einem kraftvollen Frühstück warteten die Kinder bereits auf Gisela. Der erste Schnorchelausflug startete wieder beim Einstieg 1. Entlang des Ufers ging es in Richtung Einstieg 2, wo die Kinder von Frau Schmidt-Carl in Empfang genommen wurden. Die Kinder und die Coaches sind ein sehr gut eingespieltes Team und die Tauchersprache beherrschten die Nachwuchstaucher schon wie die Profis. Eine „Unterhaltung“ unter Wasser stellte keinerlei Probleme dar.

 

Nach dem kräftigenden Mittagessen stand Theorie auf dem Plan. Grundlagen in Physik und Chemie sind wichtige Bestandteile, die ein Taucher wissen muss. Fragen wie: „ Was ist Luft?“ „ Woraus besteht Luft?“  „Was sind die chemischen Abkürzungen von Sauerstoff und Stickstoff?“ „Wie viel Druck (bar) wirkt auf den Körper bei verschiedenen Tauchtiefen und um wie viel erhöht sich der Druck auf den Körper bei 10m, 20m und 30m Tiefe?“ „Was passiert beim Atmen mit den Lungen?“ „Was muss ich beim Atmen durch den Schnorchel beachten?“

All diese Fragen und noch viele mehr wurden geklärt und anschaulich dargestellt.

 

Nach der Kopfarbeit ging es zum Einstieg 0, wo der zweite Tauchgang des Tages startete. Diesmal sollte die Route vom Einstieg 0 zum Einstieg 1 gehen. Wer wollte, konnte auch gleich wieder zurück schnorcheln. Die Strecken wurden immer länger und die Kinder immer sicherer.

Nach dem Abendbrot ging es zum „Nachtschnorcheln“. Auch die kühlere Außentemperatur konnte die Kinder nicht davon abhalten, den See auch in der Abenddämmerung zu erkunden. Zusammen mit Frau Peter durfte jedes Kind, das wollte, einen kleinen Schnorchelausflug im Sonnenuntergang unternehmen. Durch die veränderte Lichteinstrahlung hat der See auf die Kinder ganz anders gewirkt. Kleine Fischschwärme kamen aus ihren Höhlen heraus, um nachzusehen, wer so spät noch „stört".

Erschöpft aber überglücklich gingen die kleinen Schnorchler unter die warme Dusche. Anschließend kauerten sich die Kinder in ihr Vorzelt, machten es sich gemütlich und lauschten gespannt den spannenden Lagerfeuergeschichten.

 

Am Mittwoch, dem letzten Tag, wurde nach dem gemütlichen Frühstück der Vortag im Lerntagebuch festgehalten.

Die Tauchbasis des Kreidesees hat uns einen Einblick in die Räumlichkeiten der Füllstation gewährt. Ein Fachmann hat uns den Füllvorgang der Pressluftflaschen erklärt. Auch die Unterschiede der verschiedenen Gase, die in die Flaschen gefüllt werden können, wurden erläutert. Jetzt wissen die Kinder auch den Unterschied zwischen der „normalen“ Pressluft und Nitrox und wann man was nutzt.

Nach dieser kleinen interessanten Exkursion stand etwas Unangenehmes auf dem Plan: PACKEN! Nachdem alle Sachen vorerst sortiert werden mussten, fassten alle mit an. Erst packte jeder seine eigenen Sachen, dann halfen allesamt bei den gemeinschaftlichen Dingen. Ein super Team!!!

 

Da alle Kinder mit halfen, wurden wir schnell fertig und hatten noch Zeit, alle Einstiege des Sees zu besuchen. Frau Peter erklärte bei den verschiedenen Einstiegen die Besonderheit dieses Einstiegs und warum einige nur für Profitaucher geeignet sind.

 

Wie immer geht auch der schönste Ausflug zu Ende und wir fuhren mittags wieder in Richtung Nordholz.

Diese drei aufregenden Tage waren für alle Beteiligten ein tolles Erlebnis.