Grundschule Nordholz

Modellregion „Brückenjahr“

Das Projekt, die Zusammenarbeit zwischen Kindertagesstätten und Grundschulen weiterzuentwickeln und den Übergang zwischen Kindergarten und Grundschule für die Kinder zu optimieren, liegt uns sehr am Herzen. Dieses Jahr wird als „Brückenjahr“ bezeichnet.

Die drei Kindergärten und die Grundschule Nordholz sind als Modellregion in Niedersachsen anerkannt und haben nun zwei Jahre Zeit, ein auf unsere Bedingungen zugeschnittenes Modell für einen besseren Übergang von den Kindergärten zur Grundschule zu entwickeln.

Es ging uns zunächst darum, ein gemeinsames Verständnis von Elementarbildung zu entwickeln, das sowohl die Kindergärten als auch die Grundschule umfasst. Es soll

den Kindern einen sinnvollen und erfolgreichen Übergang in die Primarstufe erleichtern,

einen gesicherten Rahmen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schaffen - auch in der Zusammenarbeit mit der Elternschaft,

Irritationen und Konflikte bei der Einschätzung von Kann-Kindern und bei der Klassenbildung vermeiden,

der Grundschule die schnelle Eingliederung der SchulanfängerInnen ermöglichen.

Zudem wollen wir mit diesem Projekt nachweisen, dass das System der integrierten Eingangsstufe geeignet ist, immer heterogener werdende Kindergruppen individuell und erfolgreich in das Schulsystem zu integrieren. Ebenso wollen wir prüfen, ob nicht mehrmalige oder gar individuelle Einschulungstermine der Kinder sinnvoll sind.

Wie in den Ausschreibungsunterlagen gefordert, soll die modellhafteZusammenarbeit auf vier Ebenen erfolgen.

 

1. Zusammenarbeit mit den Eltern

Vertrauen in die eigene Rolle und Vertrauen in das eigene Kind sind Voraussetzung für ein Vertrauensverhältnis zu Kindergärten und Schule. Unsicherheiten der Eltern  wirken sich negativ auf die Kinder und auf das Miteinander mit den Bildungseinrichtungen aus.

Die Unsicherheit resultiert aus hohem Erwartungsdruck einerseits und Verlust an traditionellen Milieus andererseits. Diese Spannung soll durch vielfältige Fortbildungen und Kommunikation über Erziehungsfragen und Rollenverständnis aufgebrochen werden.

2. Fördermaßnahmen auf Grundlage des gemeinsam entwickelten     Bildungsverständnisses und des jeweils ermittelten Entwicklungsstandes

Intensive Auseinandersetzung mit Bildungszielen,

Entwicklung eines Selbsteinschätzungsbogens,

Regelmäßige Aktionstage für alle „Brückenkinder“, unterstützt durch Paten in der Schule.

3. Einbeziehen der Kinder, die keinen Kindergarten besuchen.

Erstellung einer Broschüre, Verteilung durch die Gemeinde an alle Kinder,

Einladung zu Fortbildungsveranstaltungen und Infoabenden.

4.  Einsatz der Fachkräfte aus KIGA und Grundschule.

Ein wesentliches Element des Modellprojektes soll die Verständigung aller Akteure aus Kindergärten und Schule über das erzieherische Grundverständnis sein. Dazu  werden wir Fortbildungen organisieren. Ein Begabungsverbund zur Förderung besonderer Begabungen mit dem Kindergarten Spieka ist unterzeichnet.

Broschüre zum Brückenjahr erstellen,

Monatliche gemeinsame Projekte,

Durchführung von Fortbildungen für Eltern.

In den ersten 6 Monaten haben wir bereits große Fortschritte gemacht:

Wöchentlich treffen sich Mitarbeiterinnen der Kindergärten und der Schule zu Planungstreffen.

Alle Erzieherinnen der drei Kindergärten besuchten einen Info-Nachmittag in der Schule.

Auf einem sehr gut besuchten gemeinsamen Elternabend haben wir über Bedingungen für einen gelingenden Übergang in die Schule informiert und diskutiert.

Zwei „Aktionstage“ mit vielfältigen Angeboten gaben allen zukünftigen Schulkindern Gelegenheit, die Schule kennen zu lernen und zu verschiedenen Themen zu arbeiten.

Professor Tassilo Knauf, anerkannter Experte für das Brückenjahr, besuchte uns und gab wichtige Hinweise für die weitere Arbeit. Er steht uns auch in Zukunft als Berater zur Verfügung.

Unsere Modellregion hat sich auf einer Tagung im Kreishaus mit einer Ausstellung präsentiert.

 Wir sind überzeugt, dass alle zukünftigen Schulkinder von unserer intensiven Zusammenarbeit profitieren werden und ein gelingender Übergang in die Schule erleichtert wird.

Wir verwenden Cookies, um Ihnen das beste Nutzererlebnis bieten zu können. Wenn Sie fortfahren, diese Seite zu verwenden, nehmen wir an, dass Sie damit einverstanden sind. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen